In Anwesenheit von Botschafter Franz Josef Kremp unterzeichneten die irakische Regierung und die KfW am 13. Februar in Bagdad ein Rahmenabkommen über einen ungebundenen Finanzkredit in Höhe von 500 Mio. EUR. Damit will Deutschland die irakische Regierung bei der Wiederherstellung öffentlicher Infrastruktur in den von IS befreiten Regionen unterstützen.

Unterzeichner des Abkommens waren der geschäftsführende Finanzminister Dr. Abdul Razzaq Essa Al-Janabi und Stefan Zeeb, Abteilungsleiter der KfW mit Zuständigkeit für den Nahen Osten. 

Die im Besitz der Bundesrepublik und der Bundesländer stehende Förderbank KfW wird der Republik Irak die notwendigen Mittel bereitstellen, um die Basisdienstleistungen wie z.B. die Wasser-, Sanitär- und Stromversorgung sowie Transport und Verkehr in den befreiten Gebieten wiederherzustellen. Damit soll zugleich die Grundlage für eine wirtschaftliche Normalisierung in den betroffenen Gebieten geschaffen werden und die dauerhafte Rückkehr von Binnenvertriebenen  in  all jene Gebiete gefördert werden, die aus IS-Gewalt befreit wurden.
 
Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel sagte hierzu am selben Tag in Berlin: „Wir wollen die irakische Regierung bei der Wiederherstellung öffentlicher Infrastruktur unterstützen, damit die Menschen, die vor dem IS-Terror fliehen mussten, nach Hause zurückkehren können. Allein militärisch ist IS nicht zu besiegen. Nur wenn die Menschen in den von IS befreiten Gebieten für sich und ihre Familien eine gute Zukunft sehen, wird Extremismus und Terrorismus der Nährboden entzogen. Das ist eine Herkulesaufgabe, aber es stärkt auch das irakische Gemeinwesen und hilft, den Weg in eine friedliche Zukunft zu ebnen und Fluchtursachen an der Wurzel anzupacken.“

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